Literatur / Buchempfehlungen
Easy Weight
Cora Besser-Siegmund
| books.ch
Als Physiotherapeut bin ich im beruflichen Alltag immer wieder mit dem Thema „Körpergewicht“ konfrontiert. Mit dem Studium des Buches erhoffte ich mir neue Impulse zu diesem Themenbereich. Weiter legte ich meinen Fokus auf die Aspekte des NLPs. Ich wollte beobachten, wie NLP zu erkennen war und wie es angewandt wird.
Schon beim durchlesen des Inhaltsverzeichnisses fühlte ich mich in der vertrauten Welt des NLP. Auf Anhieb habe ich die Struktur des Six-step-reframing im Kapitel drei beim erarbeiten der seelischen Ursachen für Ueber-oder Untergewicht erkannt. Beim weiteren Lesen gelang es der Autorin, meine Aufmerksamkeit mit ihrer metaphorischen Sprache zu gewinnen und mein Interesse zu wecken. Einmal mit lesen begonnen, wollte ich kaum mehr aufhören.
In der Einführung erklärt die Autorin, wie das von ihr entwickelte easy weight Programm funktioniert. Frau Besser zeigt auf, dass die Kontrolle des Körpergewichtes eine mentale Herausforderung darstellt. Dabei sind zwei Schwerpunkte auszumachen:
„Schlank sein muss gelernt sein“ (Wahrnehmung, Verhalten). Im Kapitel 2 geht sie ausführlich darauf ein. Mit Beispielen und Uebungsanleitungen vertieft sie die Thematik. Dabei geht es darum zu lernen, seine Befindlichkeit durch mentales Training sinnlich/konkret (vakog) wahrzunehmen. Mit Hilfe von Übungen, lernt der Kunde sich zu fühlen, zu erleben, wie es sein wird, wenn er sein „Wunschgewicht“ erreicht hat. Dabei benutzt sie NLP-Elemente wie assoziieren/dissoziieren. Weiter arbeitet sie mit dem Verändern von Submodalitäten wie z. B. farbig-/schwarz/weiss.
Ein zweiter Aspekt sind die seelischen Ursachen, die erforscht und erarbeitet werden sollten. Auf der Basis des Six-Step-reframing erklärt sie im Kapitel drei Schritt für Schritt, wie der Kunde seine seelische Befindlichkeit wahrnehmen und modellieren kann.
Als zunächst unwesentlich bei der Arbeit mit dem easy weight Programm erachtet Frau Besser Diät und Rezepte. Erst wenn man, so die Autorin, gelernt hat, sich mental mit dem Essen zu befassen, kann durch eine gesunde Ernährung weiter an Lebensqualität gewonnen werden. Cora besser erklärt ihre Ideen und Vorstellungen mit einfachen, verständlichen Worten. Zusätzlich benutzt sie Metaphern, damit sich der Leser sein eigenes Bild, seine eigene Vorstellung machen kann. Mit seiner Vorstellung soll er auf seine Art begreifen, was die Autorin aussagen möchte.
Dazu zwei Beispiele:
Es bringt keinen Erfolg, wenn man - wie etwa durch eine Verhaltenstherapie - versucht, sich ein verändertes Essverhalten anzutrainieren oder sich gar für verlorene Pfunde zu belohnen und für neu zugenommene zu bestrafen. Dies alles sind Versuche, gegen die naturgegebenen Impulse des Gehirns unter falschen Voraussetzungen den Kampf aufzunehmen. Das ist, als würde man mit der Vorzimmerdame über das streiten, was der Chef angeordnet hat. Es ist einfach die falsche Adresse.
Frau Besser hat den Begriff Gravistat konstruiert. Er beschreibt den Mechanismus im menschlichen Gehirn, das Körpergewicht gleich zu behalten. Es funktioniert auf der Basis von Konstanz und Veränderung. Als Metapher benutzt sie um das Verständnis des Lesers zu unterstützen, den Vergleich, die Metapher, eines Thermostates für die Beheizung eines Raumes.
Auf diese Art finden sich noch viele Beispiele, wie sie ihre Gedanken mit Metaphern versucht verständlich zu machen. Diese Art etwas zu erklären hat mich sehr angesprochen. Etwas, dass ich für mich übernehmen werde.
Ich kann das besprochene Buch sehr empfehlen. Es lohnt sich, auf der Basis des mentalen Trainings, wie Frau Besser es beschreibt, eine neue Beziehung zum Themenkreis des Körpergewichtes zu schaffen. Frau Besser schreibt für den betroffenen verständnisvoll und motivierend. Sie versucht nicht mass zu regeln, sondern gibt Anleitungen, an sich mit Erfolg zu arbeiten. Für eine Person mit NLP-Kenntissen eines Masters ist es ein Vergnügen das Buch zu lesen und die Prozesse zu beobachten. Déja-vu-Erlebnisse sind an der Tagesordnung. Es ist wie beim geniessen eines Bildbandes mit schönen Aufnahmen. Beim lesen des Buches erkannte ich, in meiner Ausbildung vieles gelernt und verstanden zu haben. Ich verspürte viel Freude und Motivation mich noch mit mehr Büchern von der Literaturliste zu beschäftigen.
von Fritz Bolliger, Glarus
___________________________ 2. Besprechung:
Dieses Buch begleitet mich schon einige Jahre. Ich habe immer wieder einen Anlauf genommen. Manchmal mit Freude oder auch mit Frust, aber immer in der Überzeugung, wenn ich es richtig lese und begreife klappt es. Die angegebenen Wahrnehmungsübungen habe ich verbissen versucht umzusetzen. Es hat nichts gebracht. Ich habe mit niemandem darüber gesprochen, denn wem wollte ich sagen, dass ich mich mit meinen anderen Ich’s unterhalten und in imaginären Filmen die Farbe wegretuschieren soll. So ist es im Büchergestell gelandet. Bis zu dem Tag, als es an einem NLP Wochenende auf dem Tisch lag. Ich habe mich erinnert, dass ich dieses Buch zu Hause habe und es hervorgesucht.
I.Einführung
In der Einführung werden die verschiedenen Essgewohnheiten, Diäten, Medikamente und sogar die operativen Methoden zur Gewichtsreduktion beschrieben. Die Aufzählung ist umfassend und gut verständlich. Weiter geht es zur richtigen Ernährung, der idealen Gewichtsvorstellung und zur Easy Weight Methode. Am Schluss kommt eine Anleitung zu einer Kurzentspannung. Super das kenne ich ja schon, NLP sei Dank.
II. Schlanksein will gelernt sein
Dass ich dazu täglich für jede Übung 30 Min. investieren muss erschreckt mich doch. Wie soll ich das schaffen. Die einzelnen Schritte werden zuerst erklärt und darauf folgt immer ein genauer Beschrieb, wie die dazugehörende Wahrnehmungsübung zu machen ist. Am Ende der einzelnen Kapitel ist eine Zusammenfassung in einer grauen Box. Ich bin immer noch dabei, diese Übungen einzelnen zu verinnerlichen, so dass ich sie machen kann ohne vorher das Buch zur Hand zu nehmen. Manchmal gelingt es mir schon recht gut, dann gibt es wieder Phasen, wo die Zeit knapp wird und dieses Projekt etwas wichtigerem (Haushalt, Familie) weichen muss.
III. Die seelischen Ursachen erarbeiten
Ich habe natürlich weiter gelesen. Denn es steht ja auf Seite 43/44 geschrieben, dass das Problem von zwei Seiten her angegangen werden kann. Sowohl hinsichtlich der seelischen Ursachen als auch von der Wahrnehmungs- und Verhaltensschulung. In diesem dritten Teil ist die Zusammenfassung auch gleich die Anleitung zu den Übungen. Hierbei handelt es sich nun vermehrt um Reisen nach innen und Dialoge mit meinen verschiedenen ich’s. Auf Seite 164 handelt es sich um die Anleitung für ein Six – Stepp – Refraiming. Ich habe mich entschlossen, mir einen Coach zu suchen, der mich durch diese Übungen führt. Mir alleine ist es nicht gelungen, die Übung fliessend zu gestalten.
IV. Die Geschichte von unserem inneren Gewichtstechniker
Ihn habe ich noch nicht gefunden, oder er mag sich noch nicht mit mir unterhalten. Ich habe ihn ja auch jahrelang schlecht behandelt und mit ihm gehadert. Aber ich arbeite daran, denn dass er da ist, davon bin ich nach meinen bisherigen Erfahrungen mit NLP überzeugt.
Im Anhang wird die Möglichkeit erwähnt, dass eine Kassette mit den Wahrnehmungsübungen bezogen werden kann. Dies ist sicher eine gute Idee, kommt aber für mich nicht in Frage. Ich werde mir meine neuen Erkenntnisse zu nutzen machen und selber daran arbeiten, oder wen nötig bei einem lieben Mit- NLP- ler um Unterstützung nachfragen.
von Christina Rüfenacht, Oberdiessbach
________________________________ 3. Besprechung:
Dieses Buch ist für mich eine Offenbarung. Ich finde die Ansicht der Autorin, dass das Unbewusste das Gewicht steuern sollte und es schädlich ist, das nicht zuzulassen, absolut richtig. Ich habe schon verschiedene Diäten ausprobiert und hatte Mühe damit, dauernd die Kalorien zu zählen. Es gab Tage, an denen ich laut Plan nichts mehr essen durfte, aber immer noch Hunger hatte. Mich an den Plan zu halten, fand ich dann sehr unnatürlich. Ich möchte wieder eine gesunde Beziehung zu meinem Körper aufbauen. Dabei haben mir die Meinungen der Autorin sehr geholfen, weil Cora Besser-Siegmund dazu ermutigt, dem Unbewussten zu vertrauen.
Schwierigkeiten machte mir ihre Empfehlung, immer, aber nur dann zu essen, wenn man Hunger hat. Seit Kindertagen bin ich es gewohnt, zu bestimmten Zeiten zu essen, unabhängig davon, ob ich Hunger habe. Das wird auch von vielen Pädagogen empfohlen, weil das Essen damit zu einem Ritual wird, was Kindern und auch Erwachsenen gut tut. Ich habe den Rat der Autorin aber trotzdem befolgt und fühle mich seither viel besser. Sobald ich Hunger habe, esse ich. Früher habe ich gewartet, bis der passende Zeitpunkt kam, aber bis es dann so weit war, habe ich mich geistig immer mit dem Essen beschäftigt und nachher meinen Hunger überschätzt. Ich kochte viel zu viel oder kaufte zu grosse Mengen Esswaren ein. Dadurch, dass ich jetzt gleich esse, wenn ich Hunger habe, habe ich keine Heisshungerattacken mehr und das Essen steht nicht mehr im Mittelpunkt. Früher ass ich zwei bis drei grosse Mahlzeiten, heute nehme ich mehrere kleinere zu mir.
Cora Besser-Siegmund schreibt auch, dass das Gehirn mit dem dicken Körper kalibriert ist, auch wenn man bereits abgenommen hat. Es gibt keine Ruhe, bis das Fett wieder real vorhanden ist und der Mensch fühlt sich trotz den paar Kilos weniger als Dicker, weil sein Gehirn noch entsprechend programmiert ist. Die Theorie der Autorin ist mir völlig neu, aber absolut einleuchtend, denn ich kenne dieses Gefühl, dass ich mir selber trotz geringerem Gewicht noch dick vorkomme. Ich mache deshalb die Wahrnehmungsübungen aus dem Buch. Am Anfang fiel es mir noch sehr schwer, mich mit einem schlanken Körper zu assoziieren, also mich schlank zu fühlen oder mich geistig in einem schlanken Körper zu sehen, und mich von meinem dicken Körper zu dissoziieren, weil ich - schon seit ich mich erinnern kann - immer robuster war als alle meine Klassenkameraden. Dadurch kam ich mir dick vor, auch wenn ich objektiv gesehen gar kein Übergewicht hatte.
In letzter Zeit hatte ich allgemein Mühe, geistig Bilder zu sehen. Das fand ich sehr schade und ich wollte das wieder vermehrt erleben, denn früher hatte mir dieses Probehandeln in der Phantasie sehr geholfen. Ich bin ein visueller Typ und deshalb sind mir innere Bilder sehr wichtig. Ich habe darum den Vorschlag der Autorin ausprobiert und ein Foto einer schönen schlanken Frau aus einem Katalog ausgeschnitten und meinen Kopf darauf geklebt. Auf die Distanz sehe ich kaum, dass es eine Collage ist und habe dadurch das Gefühl, dass ich mich selbst sehe. Nun kann ich mir viel besser vorstellen, wie ich aussehen werde, wenn ich schlank bin.
Ich habe durch die Ausführungen im Buch auch erkannt, dass ich aus psychischer Sicht sehr wohl mein Idealgewicht habe. Mir ist klar geworden, dass mein Beschützerteil die positive Absicht hat, mich mit meinem Übergewicht vor Versuchungen zu bewahren, weil mir die Treue zu meinem Freund sehr wichtig ist. Ich habe auch festgestellt, dass mein Aufmerksamkeitsteil die positive Absicht hat, mich durch mein Übergewicht automatisch auffallen zu lassen. Zudem gab mein Übergewicht meinem Freiheitsteil die Gelegenheit, sich auszuleben. Ich kontrollierte mich bis jetzt in vielen Bereichen meines Lebens. Beim Essen aber schlug ich dafür manchmal umso unverhältnismässiger zu, weil ich mich frei fühlen wollte.
In Bezug auf das Schlanksein hatte ich bisher auch viele negative Glaubenssätze. So war ich unbewusst der Überzeugung, schlanke junge Frauen seien oberflächlich, verantwortungslos und hysterisch. Ich hatte unbewusst Angst, diese Eigenschaften zu bekommen, wenn ich abnehme. Beim Lesen des Buches ist mir klar geworden, dass ich bis jetzt nie dauerhaft abgenommen habe, sondern jeweils bald wieder zu meinem alten Gewicht zurückgekehrt bin, weil die Vorteile des Übergewichts für mein Unbewusstes stärker waren als die Nachteile.
Der zweite Teil des Buches, das Six-Step-Reframing und das Verhandlungs-Reframing, ist für mich deshalb ebenfalls ganz wichtig. Zurzeit sind meine Teile noch in den Ferien, bis sie bereit sind, miteinander kreative Lösungen und Alternativen für das Übergewicht und andere Wege zur Erfüllung ihrer positiven Absichten zu finden. Ich bin schon sehr gespannt, was dabei herauskommt, aber ich glaube, dass das endlich ein Schritt in Richtung natürliches, wahres Gewicht sein wird, weil dann auch mein Unbewusstes und mein Gehirn zur körperlichen Veränderung „Ja“ sagen können.
von Anonymus
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